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Am Mittwochnachmittag, nach Stunden des Hinhaltens und Abspeisens der Angehörigen der hingerichteten politischen Gefangenen mit falschen Versprechungen in einem Friedhof in Karaj, teilten Beamte des Regimes der Kleriker den Angehörigen mit, dass ihnen die Leichname nicht überreicht würden. Sie haben es ihnen sogar verweigert, die Leichname ihrer Angehörigen zu sehen oder an deren Waschung teilzunehmen und religiöse Zeremonien zu ihrem Begräbnis gemäß ihren eigenen religiösen Bräuchen zu vollziehen.

Einige dieser sechs politischen Gefangenen waren seit 2009 und andere seit 2011 im Gefängnis. Sie wurden während ihrer Zeit in der Haft schwer gefoltert und haben lange Hungerstreiks unternommen.

 

Eine Gruppe von politischen Gefangenen im Iran verurteilte die Hinrichtung ihrer Zellgenossen und gab eine Erklärung ab, in der es heißt: „In diesen Tagen hält das Regime seine Galgen mit äußerster Grausamkeit beständig in Betrieb. In einer Zeitspanne von nur drei Tagen hat es 60 Menschen hinrichten lassen, darunter sechs sunnitische Gefangene aus Gewissensgründen. Die Beschleunigung der Hinrichtungen bedeutet, dass das Regime, das der Gnade des Westens bedarf für ein Abkommen über seine zwielichtigen atomaren Abenteuer, Aufruhr in der Bevölkerung fürchtet und dass sich die Spaltungen in der herrschenden Clique, die sozialen Krisen und die Desintegration des Regimes vertiefen. Der extreme Druck, der durch Armut allenthalben und  durch die Repression ausgeübt wird, hat jedoch die sozialen Krisen an einen Punkt gebracht, wo es kein Zurück mehr gibt“.  

Das Schweigen und Untätigkeit ermutigt dieses Regime darin bestärkt, mit seinen Gräueltaten fortzufahren

Das Forum für Toleranz und Menschenrechte verurteilt die neue Welle der Hinrichtungen im Iran.