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Die neue irakische Regierung unter Al ebadi, setzt die Unterdrückung der Bewohner vom Camp Liberty weiter fort. Das Schicksal der kranken ist ungewiss und diese Menschen leiden seit vielen Monaten unter Krankheiten. Die irakische Regierung untersagt -auf Aufforderung der Mullahs im Iran - den Bewohner die medizinischen Versorgung. 23 Bewohner sind durch Folgen Ihrer Krankheit im Camp gestorben

 

Appelle aus Camp Liberty: Medizinische Hilfe leisten!

Das UN-Flüchtlingshilfswerk hat die Regierung des Irak mehrfach aufgerufen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohner von Camp Liberty zu gewährleisten. Dazu gehört auch der Zugang zu lebensrettender medizinischer Behandlung.

Im Internierungslager Camp Liberty bei Bagdad haben erneut mehrere dort lebende iranische Flüchtlinge gegen die medizinische Versorgungsblockade protestiert, die immer mehr Todesopfer unter den Exiliranern in dem Lager fordert. Die Kranken appellieren an die Weltgemeinschaft, insbesondere die UN-Hilfsmission im Irak, sich wirksam dafür einzusetzen, dass alle Kranken in Camp Liberty umgehend die medizinische Behandlung erhalten, die sie brauchen.

Das irakische Militär, das das Lager kontrolliert, beschränkt und behindert den Zugang der dort lebenden ca. 3000 Exiliraner zu ärztlicher Versorgung und Medikamenten. Davon sind auch Menschen mit schweren Krankheiten betroffen.

Die schutzlosen Exiliraner sind Opfer eines Vernichtungsfeldzuges des Teheraner Regimes und seiner irakischen Verbündeten. Camp Liberty steht unter der Kontrolle von irakischen Militärs, die bereits früher mit Waffengewalt gegen iranische Flüchtlinge vorgegangen sind. Die Exiliraner sind dort Opfer von schweren Repressalien, zermürbenden Menschenrechtsverletzungen und militärischer Willkür. Besonders für ältere Menschen, Kranke und Menschen mit Behinderungen ist das Leben dort eine tägliche Qual. Bei vielen Kranken hat sich der Zustand so verschlechtert, dass es in Kürze noch viel mehr Todesfälle in Camp Liberty geben wird, wenn die Blockade nicht sofort beendet wird.

Die iranischen Asylsuchenden in Camp Liberty gelten als Personen unter der besonderen Fürsorge der UNO. Das UN-Flüchtlingshilfswerk hat die Regierung des Irak mehrfach aufgerufen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohner von Camp Liberty zu gewährleisten. Dazu gehört auch der Zugang zu lebensrettender medizinischer Behandlung.

Hier einige Berichte von Kranken in Camp Liberty:

Hamid: „Ich bin im Lager Camp Liberty interniert, das in Wirklichkeit ein Gefängnis ist. Ich leide an einer schweren Herzkrankheit und befinde mich in akuter Lebensgefahr. Seit 19 Monaten hindern mich die irakischen Truppen daran, einen Arzt aufzusuchen, um die dringende Operation zu bekommen, die ich für mein Herz benötige. Jetzt bin ich nicht weit davon entfernt, mein Leben zu verlieren. Das kann jederzeit passieren. Gibt es jemanden da draußen, der sich für uns einsetzt?“

Monir: „Da ich MS habe, ist mein Gesundheitszustand zurzeit kritisch. Wegen der medizinischen Versorgungsblockade, die uns das irakische Militär auferlegt hat, bemühe ich mich seit sechs Monaten vergeblich, einen Facharzt in Bagdad aufzusuchen. Die Fahrt nach Bagdad wird immer wieder verzögert. Es wir nicht zugelassen, dass ich zur Behandlung fahre.“

Isa: „Im Februar 2013 ist bei einem Raketenangriff auf Camp Liberty mein rechtes Auge von einem Granatsplitter getroffen worden. Das ist eine schwere Verwundung, und nach und nach habe ich meine Sehfähigkeit auf diesem Auge verloren. Das hätte aber vermieden werden können, wenn mein Auge rechtzeitig behandelt worden wäre. Die irakischen Truppen, die Camp Liberty kontrollieren, haben mich mit willkürlichen Begründungen immer wieder daran gehindert, zu einem Arzt zu gehen. Das Ergebnis war, dass ich auf dem rechten Auge nun vollständig blind bin, und auch mit meinem anderen Auge sehe ich immer weniger“.