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10. August 2014

Durch die eskalierende Gewalt im Irak seien die Exiliraner im Lager Camp Liberty erheblich höheren Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Der UNHCR ruft erneut zur Not-Evakuierung der Asylsuchenden aus Camp Liberty an einen vorübergehenden Zufluchtsort auf, von wo aus die Flüchtlinge dann dauerhaft in Drittländer gebracht werden könnten.

Am 5. August hat das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit Sitz in Genf die Weltgemeinschaft erneut aufgerufen, für den Schutz der knapp 3000 iranischen Asylsuchenden zu sorgen, die sich in Camp Liberty (arabische Bezeichnung: Hurriya) bei Bagdad in Lebensgefahr befinden. Die politischen Flüchtlinge, darunter 1000 Frauen, hatten vorher in der Siedlung Ashraf gelebt und wurden im Jahre 2012 vom irakischen Militär von dort zwangsweise vertrieben und im verlassenen US-Militärlager Camp Liberty nahe dem Bagdader Flughafen interniert.

 

Die Exiliraner, die rechtswidrig in dem Lager festgehalten werden, sind Angriffen schutzlos ausgeliefert. Durch militärische Gewalt und Terroranschläge starben im Irak bereits 116 iranische Flüchtlinge, Hunderte weitere wurden verletzt. Im September 2011 hat der UNHCR die iranischen Flüchtlinge offiziell als Asylsuchende anerkannt. In Camp Liberty ist das UN-Flüchtlingshilfswerk zuständig für das Asylverfahren.

 

Durch militärische Gewalt und Terroranschläge starben im Irak bereits 116 iranische Flüchtlinge, Hunderte weitere wurden verletzt.

Die eskalierende Gewalt im Irak, so das UN-Flüchtlingshilfswerk, sei besorgniserregend im Zusammenhang mit den Bemühungen der UNO, für die ehemaligen Bewohner von Ashraf Möglichkeiten der Evakuierung aus dem Irak zu finden. Infolge der Zunahme der Kämpfe im Irak seien die Bewohner von Camp Liberty erheblich höheren Sicherheitsrisiken ausgesetzt.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk richtet erneut den dringenden Appell an die Weltgemeinschaft, ihre Anstrengungen zu verstärken, damit alle Asylsuchenden aus Camp Liberty umgehend in sicheren Ländern aufgenommen werden. Der UNHCR bedankt sich bei den Ländern, die bereits Maßnahmen ergriffen haben, um Asylsuchende aus Camp Liberty in Sicherheit zu bringen. Diese Maßnahmen seien ein wichtiger Beitrag zu den internationalen Bemühungen, Lösungen für diese Gruppe von Menschen zu finden. 

Der UNHCR ruft erneut zur Not-Evakuierung der Exiliraner aus Camp Liberty an einen vorübergehenden Zufluchtsort auf, von wo aus die Flüchtlinge dann dauerhaft in Drittländer gebracht werden könnten. Der UNHCR sei bereit, daran unterstützend mitzuwirken.

Die iranischen Asylsuchenden in Camp Liberty, so der UNHCR, gelten als  Personen unter der besonderen Fürsorge der UNO. Sie haben daher den rechtlichen Anspruch auf internationalen Schutz vor Zwangsvertreibung an einen Ort, wo ihr Leben oder ihre Freiheit bedroht wären.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk rief die Regierung des Irak in der Erklärung zum wiederholten Male auf, alle Maßnahmen, die möglich sind, zu ergreifen, um die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohner von Camp Liberty zu gewährleisten. Dazu gehöre unter anderem ein angemessener Zugang zu lebensrettender medizinischer Behandlung.

zur Erklärung des UNHCR